Schützenfest im Festzelt und Life-Musik am Sa./So den 25./26. Juni 2011

 
  Neerdarer Kirche- das Dorfbild prägend (Auszug aus der Festschrift 1994) 

Die ursprüngliche gewölbte Kirche aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts mit rechteckigem Schiff und quadratischem Chor besteht in ihren alten Bauteilen aus verputzen Bruchstein, Sandstein und Schiefer mit Quaderkanten. Nordportal und nördliches Chorfenster sind gotisch aus den Jahren um 1300. Die Südmauer des Kirchenschiffes wurde 1586 erneuert, seine Fenster im 17. Jahrhundert erweitert. 1672 bekam das Gotteshaus seine Barockausstattung und 1851 wurde der Turm neu errichtet. 

Der von dem Waldecker Barockkünstler Josias Wolrat Brützel angefertigte Altaraufsatz besitzt in der Mitte ein oben rund bogig abgeschlossenes Altarblatt mit einer äußerst realistischen Darstellung des Jüngsten Gerichts, seitlich gerahmt von zwei gedrehten Säulen. Auf der Rückseite die Signatur: " Meister Josias Wolrat Brützel Anno 1692 den 9. Dezember." 

Bemerkenswert ist der Sandstein-Taufstein; an zwei Vorderseiten des quadratischen Sockels der Waldecker Stern in Spiegelfeld. "G. F. G. V. H. Z. W. P. V. C. F. Z. T. P. W. W." = Georg Friedrich Graf und Herr zu Waldeck, Pyrmont und Cuylenburg, Freiherr zu Tonna, Paland, Witten, Werth. Auf kurzem runden Schaftstück  das runde Becken mit beträchtlicher Aushöhlung. das gute Stück stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Aus gleicher Zeit steht das Gestühl mit schmalen Gesangbuchbrett und S-förmig abgeschrägten Seitenwangen, deren Vorderseiten in immer wieder anders gehaltener Flachsschnitzerei veziert sind, im Kirchenschiff. Hinter dem Rückbrett der Bank am Eingang liest man eingeschnitzt "Anno 1672 provisorii (Kirchenvorsteher) Johann Schlomer Johann Michael Geldmacher et. Johann Behlen diligenti facta a joh. Christo phor. Hölen. cive corb." (Korbacher Bürger). Die Orgel ist ein Werk um 1850/60. Zumeist abgetretene Inschriftgrabsteine liegen im Kirchenfußboden.

 

 

http://www.semmler24.de/kirchen/kirchen.html#Anchor_neerdar






 
www.neerdar.com